Muss ich krank sein, um Reiki zu erhalten?

…Bei vielen Menschen läuft von Kindesbeinen an eine Art Programm mit, welches ihnen vorschreibt „Du musst funktionieren, arbeiten und immer etwas sinnvolles tun!“

Hallo und guten Tag! In diesem Blog möchten wir eine interessante Frage eines Lesers besprechen. Seine Frage lautete „Muss ich krank sein, um Reiki zu erhalten?“.

Als ich diese Frage las musste ich erst einmal ein wenig nachdenken. „Natürlich nicht“ schoss mir sofort der Gedanke durch den Kopf, aber wie kommt es überhaupt zu so einer Frage?

Muss ich krank sein, um Reiki zu erhalten?

Warum muss ich erst warten bis ich krank bin, um Reiki zu erhalten? Oder anders herum: Ist Reiki eine Art Medizin  die ich erst nehme, wenn ich krank bin?

Muss ich krank sein, um Reiki zu erhalten…

…könnte man so beantworten: Ja. Leider.

Es kümmern sich viele Menschen erst dann um ihr Wohlergehen wenn sie sich als krank empfinden. Bei vielen Menschen läuft von Kindesbeinen an eine Art Programm mit, welches ihnen vorschreibt „Du musst funktionieren, arbeiten und immer etwas sinnvolles tun!“.

Also arbeiten sie wie ein Pferd, gönnen sich wenig Ruhe und Entspannung  und wollen nur eines zeigen und erbringen: Leistung, Leistung, Leistung.

Na ja, bekannter Maßen geht das immer nur für einen bestimmten Zeitraum gut, dann kommt der Zusammenbruch. BurnOut. Warum? Weil niemand diesem selbst gemachten Leistungsdruck jemals gewachsen ist. Denn der bestimmende Kritiker – der sagt ob und was gute Leistung ist -sitzt nicht im Außen, sondern in uns selber, tief drinnen.

Dieser innere Kritiker ist jedoch auch immer ein Angsthase. Er befürchtet das er  von den Anderen, seiner Familie, seinem Umfeld nicht mehr geliebt, gesehen oder anerkannt wird, wenn er sich nicht durch Leistung immer wieder, täglich, stündlich, minütlich so bestätigt, das es aber auch ALLE mitbekommen.

Dieses ewige „Leisten müssen“ ist natürlich von niemanden dauerhaft zu  erbringen. Irgendwann sind die Batterien leer, dieser Mensch fühlt sich ausgebrannt und erschöpft. Wenn wirklich nichts mehr geht, kommt er/sie – hoffentlich – zum Reiki.

Muss ich krank sein, um Reiki zu erhalten…
…könnte man so beantworten: Ja –Leider.

Denn es gibt Menschen die sich von Kindesbeinen an selber nicht  für Wert halten. Jeder Mensch ist etwas Wert, nur erkennt das nicht jeder.

Die innere Selbstentwertung beginnt bei manchen schon im Mutterleib. Ist die Schwangerschaft nicht gewollt, übertragen sich die Gefühle der Mutter auf das Baby. Das können Ängste sein, sowie die Gefühle von erfahrener Gewalt, Trauer, Angst usw. Alle Gefühle im Menschen führen zu Hormonausschüttungen.

Das Baby ist mit seiner Nabelschnur mit Mutter verbunden und bekommt so unmittelbar jeden von der Mutter erzeugten Hormoncocktail zeitgleich mit. Prost, kann man da nur sagen….

Die frühe Kindheit ist jedoch auch nicht immer so ganz ohne Probleme. Hat man im Mutterbauch etwas unbewusst mitgenommen, beginnt nun die bewusste Erfahrung.

Das ganz kleine Kind hat eine enorm hohe Hirnfrequenz von 60 bis 70 Herz – den sogenannten Gamma-Zustand. Das ist ein sehr hohes Bewusstsein, welches ALLE Informationen in das Unterbewusstsein saugt wie ein Schwamm das Wasser.

Selbst für den erwachsenen Menschen objektiv neutral erscheinende Situationen wie „ein Brutkasten für das Frühchen“ oder die „ zeitweise Trennung von der Mutter nach der sehr schweren Geburt“ werden aufgenommen, die erlittenen Gefühle von Trennung und allein sein, oder verlassen sein im Unterbewusstsein gespeichert.

In Folge lebt dieser Mensch diese Gefühle. Egal was passiert – er wird sich immer allein, verlassen und abgelehnt vorkommen. Wenn wirklich nichts mehr geht, kommt er/sie – hoffentlich – zum Reiki.

Muss ich krank sein, um Reiki zu erhalten…
…könnte man so beantworten: Ja –Leider.

Denn es gibt Menschen die selber nicht wachsen dürfen, die sich inneres und äußeres Wachstum verbieten. Auch hier liegen die Ursachen und Gründe in der Kindheit. Als Kind bauen wir eine sehr starke Loyalität unseren Eltern gegenüber auf.

Deren Leid ist unser Leid. Haben wir unsere Mutter oder unseren Vater als schwer krank oder sehr unglücklich  erlebt bauen wir – wieder völlig unbewusst – eigene Verhaltens-, Handlungs- und Gefühlsmuster auf, welche sich am Leid des Elternteils orientieren. Oder wir übernehmen die Verhaltens-, Handlungs- und Gefühlsmuster des leidenden Elternteils.

Bei Krankheit eines Elternteils werden häufig eigene Krankheitssymptome entwickelt, um dem Elternteil die Last zu nehmen. „Ich trage deine Last/Krankheit“ lautet hier das unbewusste Credo.

In beiden Fällen lebt man nun Impulse, welche nicht die eigenen sind. Sich selber zu entwickeln, glücklicher oder gesünder zu werden als die Eltern bringt nun ein schreckliches Gefühl des „sich Entfernens“ hervor.  Sich entfernen vom Boden der Familie, Mama oder Papa verlassen. Ich wachse, und sie bleiben zurück. Dann bin ich allein und verlassen.

Solch eine Gefühlswelt umgibt diese Person. Dadurch wird ein andauernder innerer Leidensdruck erzeugt. Auf der einen Seite besteht der innere Drang nach eigenem Wachstum, Gesundung und Glück, auf der anderen Seite eine Art Selbstverbot Entwicklung, Glück und Erfolg überhaupt zu lassen zu können.

Das Ergebnis ist das Gefühl, das das Leben im Krebsgang verläuft. Einschritt vor, dann zwei zurück. Das tut dann natürlich irgendwann mal so weh, dass diese Gefühle nicht mehr zu überhören sind. Wenn wirklich nichts mehr geht, kommt er/sie – hoffentlich – zum Reiki.

Diese inneren Strukturen kann man noch weiter aufzählen. Ein verlorener Zwilling mit der daraus resultierenden tiefen, unstillbaren, inneren Traurigkeit gehört auch dazu.

Muss ich krank sein, um Reiki zu erhalten…
…könnte man anders herum aber auch so beantworten:

Nein – natürlich nicht!

Denn wenn man Reiki an sich selber anwendet erfährt man das tiefe Gefühl eines inneren Heil- und Ganzwerdens. Etwas passiert, selten im Bewusstsein, mehr auf Gefühlsbasis. Die Erfahrung der inneren, gefühlsmäßigen und körperlichen Entspannung ist einfach schön. Zu erleben, wie sich schon nach ein paar Tagen die innere Stimmung hebt, ist einfach toll. Nach und nach in einen eigenen positiven Selbstwert zu kommen noch besser.

Also – niemand muss krank sein um Reiki zu erhalten!

Autor: Frank Zacharias

Frank Zacharias ist Reikilehrer der fünften Generation in der direkten Meisterlinie zu Phyllis Lei Furomoto. Ein Reiki-Lehrer ist kein spiritueller Guru, der die völlige "Erleuchtung" erlebte, sondern ein Mensch, welcher sich - mit all seinen Stärken und Schwächen - auf den Weg der persönlichen Entwicklung begeben hat und nun das, was seine Erfahrungen und sein Wissen geworden ist, an andere "Suchende" weiter gibt. Frank ist erreichbar unter frank[@]reikihere.blog oder über reikizentrum-harburg bei xing.

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