Wie kann ich Reiki Meister werden?

… ein Weg zur Persönlichkeitsentwicklung …

Als ich vor vielen Jahren mit Reiki begonnen habe war mir das, was Reiki alles kann und macht überhaupt nicht bewusst. Heilen durch Hand auflegen – ja klar. Aber die hinter dem Reiki System steckende Persönlichkeitsentwicklung war, glaube ich, auch meinen Reiki Lehrern von damals nicht so wirklich eingängig. Und so war es meine eigene Aufgabe diesen psychologischen Weg vom Reiki selber genauer zu entdecken.

Reiki Meister werden

Im Nachhinein kann ich für mich sagen, dass wenn mich damals jemand mit etwas mehr Kenntnissen in Psychologie und Persönlichkeitsentwicklung an die Hand genommen hätte, mir viel Frust und auch Schmerz erspart geblieben wäre. Denn – Reiki muss nicht immer angenehm sein! Wie das? Kann man sich fragen, Reiki ist doch so toll, heilt und hilft! Ja, das stimmt.

Aber  Heilung kann mitunter sehr schmerzhaft sein, vor allem unsere psychologische Heilung. Und wenn ich Reiki Meister werden will ist das ein großes Thema. Wenn ich ein „richtiger“ Reiki Meister werden will muss einen weiten Weg gehen. Mit einer Wochenendeinweihung ist das nicht getan. Warum? Wenn ich sage „richtiger Reiki Meister“ meine ich eine in sich ruhende, nahezu angstfreie und aus der Beoabachterrolle heraus handelnde Persönlichkeit.

Ein langer Weg bis dahin der mit einigen Fallen und Stolpersteinen versehen ist. Ich begegne  auf diesem Weg  meine Dogmen, meinen Glaubenssätzen, Persönlichkeitsanteilen von mir die ich vehement ablehne, dunklen Seiten, meinen Ängsten und auch alten traumatischen Strukturen, die ich zu verdrängen Suche.

Der Weg beginnt im ersten Reiki Grad mit der Aufgabe, mich mit meinem Körper und meinen Gefühlen auseinander zu setzen. Zu beginnen, mich selber anzunehmen so wie ich bin. Für manchen bedeutet das, dass nun auch schmerzhafte, traumatische und verdrängte Emotionen hochkochen dürfen. Die Energiequalität der Einweihungsenergien kann sie freilegen.

Manchmal kann so eine Einweihung in den 1. Reiki Grad mit vielen Tränen verbunden sein. Der Reiki Lehrer muss das auffangen können, deshalb ist immer ein fundierter psychologischer Hintergrund für den Lehrer wichtig.
Weiter geht es auf meinem Weg zum Reiki Meister werden über den 2.Reiki Grad. Dieser beinhaltet die  wichtigste Vorstufe die ich meistern muss, wenn ich Reiki Meister werden will.

Die Heilung meines inneren Kindes. Das innere Kind ist der Persönlichkeitsanteil in uns, welcher für Freude, Spontanität, Selbstliebe und Selbstvertrauen zuständig ist. Spirituell betrachtet verwaltet unser inneres Kind die Liebesfähigkeit, während unser EGO als Gegenpol die Ängste verwaltet.

Selbstliebe und Selbstvertrauen sind für den, der  Reiki Meisterwerden möchte, unabdingbar. In meiner langen Laufbahn als Reiki Lehrer und Ausbilder sind mir schon viele Reiki Meister begegnet, welche die Heilung ihres inneren Kindes aus irgendwelchen Gründen nicht vollführt hatten. In Folge fühlten sich in ihrer Rolle als Reiki Meister nicht wirklich wohl.

Im 2. Reiki Grad kommt noch eine weitere Aufgabe auf mich zu: Die Schattenintegration! Als Schatten werden unsere eigenen, ungeliebten Persönlichkeitsanteile bezeichnet, zu denen man am liebsten nicht hinsieht. Das können Charaktereigenschaften, Lüste, Ängste und andere Gefühlsmuster von uns sein, oft auch die eigene Sexualität oder das  Mann oder Frau sein an sich.

Eine weitere große Baustelle tut sich auf. Wenn man seine Schattenseiten nicht anerkennt und lernt, sie liebevoll anzunehmen werden sie stärker und stärker und drängen von unbewusster Seite her in das Leben, welches dadurch nicht einfacher wird. Der Reiki Meister ruht in sich – in sich ruhen ist nicht möglich wenn die Schatten noch sehr aktiv sind.

Habe ich alle diese Aufgaben bewältigt (Herkules mit seinem bisschen Stall ausmisten war gar nichts dagegen…) kann ich mich guten Gewissens um die Reiki Meister Einweihung kümmern.

Hier habe ich zwei Möglichkeiten. Ich mache einen Kurzlehrgang mit der Meistereinweihung und habe dann den Meistergrad,  auch III A – Grad genannt. Nun darf ich mich Reiki Meister nennen. Aber bin ich das auch?
( Der IIIa-Grad wird oft von denjenigen genutzt, welche zwar Reiki Meister werden wollen und mit der Meisterenergie arbeiten möchten, sich aber nicht zum Lehrer berufen fühlen. Die Einweihung ist die gleiche wie beim Meister/Lehrer, und die Aufgaben, die auf einen zukommen, auch. Man empfängt in diesem Kurs das Meisterzeichen und die Meisterenergie, und lernt sie in der praktischen Anwendung kennen, damit man mit ihr behandeln kann. Die Klienten werden die Reikikraft stärker wahrnehmen.)

Die zweite Möglichkeit ist  schwieriger und länger. Aber wenn ich Reiki „Meister“ werden will sollte ich zumindest drüber nachdenken. Es ist die Ausbildung zum Reiki Meister/Lehrer!
Meist dauert sie so um ein Jahr, beinhaltet psychologische, spirituelle und praktische Themen.
Vertieft die Behandlungskenntnisse, gibt Techniken zum Clearing von Fremdenergien, die Hellwahrnehmung wird trainiert, man hospitiert bei Reiki Einweihungen, man lernt selber einen Reiki Kurs zu gestalten und man ärgert sich über seinen Reiki Lehrer, der scheinbar während der ganzen Zeit mit permanenter Bosheit einem die eigene Schlechtigkeit vor die Nase hält. Wie das?

Jetzt kommen wir zu schwierigsten Punkt der ganzen Reiki Meisterei – den Aufgaben des Reiki Meisters. Mit der Einweihung zum Reiki Meister werden durch die Einweihungsenergien  Kontakte zu den im Emotionalkörper  und zum Teil auch im Kausalkörper abgespeicherten eigenen Ängsten hergestellt. Diese tauchen nun verstärkt auf und wollen bearbeitet werden. Die Aufgabe des Reiki Meisters ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Angststruktur!

Nach der Meistereinweihung kann es passieren dass uns unsere eigenen Ängste vom Außen verstärkt  wiedergespiegelt werden. Da wird dann der eigene Reiki Lehrer zum natürlichen Objekt der Reibung.

Sein Job ist es jetzt den Schüler und seine Ängste ganz liebevoll anzunehmen und ihm zu helfen die Ängste  zu bearbeiten. Das geht nicht schnell, das ist i.d.R. Prozessarbeit. Aber man hat ja ein volles Jahr zusammen. Dieses Jahr der Zusammenarbeit (oder auch länger) ist eine begleitete Reife und ein innerliches Wachstum. Im Endeffekt wachse ich in meiner Persönlichkeit und meinen Fähigkeiten!

Muss man alle Grade beim gleichen Lehrer machen?

Wenn man sich für einen Reiki Kurs interessiert sollte man sich verschiedene Lehrer anschauen.
Zu einen muss die Nase passen, zum anderen muss man ein gutes Gefühl haben. Der Prüfstein ist immer, wie “authentisch” ist mein Lehrer in spe, sind es Worthülsen, die da kommen, oder lebt er etwas vor? Oder anders herum – ist es ein Profi?
Geht man so vor besteht die große Wahrscheinlichkeit das man alle Grade dort machen wird.  Wie oben beschrieben ist Reiki ein Weg der Persönlichkeitsentwicklung.  Man spricht automatisch tiefe und vertrauliche Themen an. Das geht nur wenn das auf der Basis des absoluten Vertrauens läuft. Auch das könnte ein Grund sein beim gleichen Lehrer zu bleiben.

Begibt man sich auf den Reiki Weg stellt man irgendwann fest das es noch mehr Interessantes gibt was gut zum Reiki passt. Hat der eigene Lehrer das im Angebot wird man wohl da bleiben.

Reiki und Lehrgänge kosten Geld. Wenn man als Lehrer und Schüler lange zusammen ist vertraut man sich. So kann man in Situationen wo Geld knapper ist  sich helfen und z.B. Ratenzahlung oder Stundung von Kursgebühren oder auch Sonderpreise vereinbaren. Das wird  nicht gehen wenn der Schüler von Lehrer zu Lehrer hüpft.  Eigentlich ist es wie mit dem Friseur oder der Autowerkstatt. Habe ich mal einen  meines Vertrauens gefunden bleibe ich gerne da.

Was ist eine Reiki Einweihung

Reiki ist eine von vielen Energiefrequenzen im Universum mit denen man arbeiten kann. Vom Prinzip her kann sich jeder Mensch mit jeder Energiefrequenz selber verbinden- also auch mit der Frequenz
Reiki. Warum gibt es dann überhaupt Reiki Einweihungen? Warum benötige ich Hilfe wenn ich Zugang zum Reiki bekommen möchte?

Reiki Einweihung
Reiki Einweihung

Die Aussage, dass sich vom Prinzip her jeder Mensch mit jeder Energie verbinden kann, ist eine rein theoretische Aussage. Praktisch kann sie nur von ganz wenigen, spirituell sehr weit entwickelten
Menschen in die Tat umgesetzt werden. So eine universelle Verbindung setzt ein sehr hohes Bewusstsein voraus, die Fähigkeit sicher und gezielt multidimensionale Bewusstseinsreisen zu tun (Astralreise reicht da nicht), Frequenzen sicher zu erkennen und zu unterscheiden und diese neuen Frequenzen in sein eigenes System zu laden und in jederzeit abrufbare Behandlungsenergien zu transformieren, oder eben in Einweihungsfrequenzen.

Dazu ist eine ausgeprägte Hellwahrnehmung und Selbstsicherheit bis zur Angstfreiheit von Nöten. Der normale, durchschnittliche Mensch ist damit sicher ein wenig überfordert. Aber da wir derzeit alle eine schnelle und durchgreifenden energetische Entwicklung – und damit auch Bewusstseinsentwicklung – erfahren mag das in 50 oder 60 Jahren ganz anders aussehen. Derzeit ist es aber noch nicht so weit.

Der erste Reiki Grad ist ein klassischer Einstieg für Neuanfänger in die Energiearbeit. Hier liegen i.d.R. wenig Kenntnisse über energetische, spirituelle oder metaphysische Zusammenhänge vor. Also benötigen sie in diesem Stadium eine Hilfe von anderen, erfahrenen Menschen, die ihnen erst einmal den Weg aufzeigen -halt wie es jedem Anfänger in einer für ihn neuen Sache so geht.

Ein erfahrener Leiter oder Führer ist der Reiki Lehrer, nicht der Reiki Meister! (Nicht jeder Meister ist auch Lehrer.) Verwirrt? Das ist ganz einfach: Es gibt im Westen einen Meister Grad (3. Grad oder 3a Grad) und den Meister/Lehrer Grad ( 3b oder 4. Grad genannt). Nur dieser 3b/4. Grad unterrichtet Reiki. Das hängt damit zusammen dass es Menschen gibt die aus verschiedenen persönlichen Gründen heraus selber nicht Unterricht geben möchten. Deshalb gibt also nur der Reiki Lehrer das Reiki weiter.

Nun sind in jedem Menschen von Natur aus die Grundlagen zur Energiearbeit fest mit angelegt. Kleine Kinder z.B. verfügen über feine, sehr intensive und offene Wahrnehmungskanäle. Bei manchen, ganz wenigen Menschen läuft der Energiefluss von ganz allein und sie können von Natur aus Heilen durch Handauflegen ausführen. Bei durchschnittlichen Menschen wie du und ich sind die Energieleitbahnen im Körper jedoch völlig verstopft und zu. Diese müssen aber frei sein damit man die Energie kanalisieren kann. Der Job des Reiki Lehrers ist es nun die Kanäle zu putzen, von emotionalen Ablagerungen und Ballast zu Befreien und somit einen dauerhaften Zugang zur Energiefrequenz „Reiki“ her zu stellen. Dies geschieht in einem festgelegten Ablauf von Handpositionen in feierlichem Rahmen – weil es halt etwas schönes ist.

Den Zugang zur Reiki Frequenz durch Einweihung kann man einfach so erklären. Ich bin ein altes Dampfradio, mit Drehregler und großem Gehäuse aus Holz. Ich empfange von Natur aus LW, MW und UKW. Nun möchte ich auch den digitalen Rundfunk empfangen. Dazu benötige ich einen zusätzlichen Empfänger in mir. Gott sei Dank findet sich in meinem Gehäuse ein Einlass, wo ein erfahrener Techniker mit einem Kabel eine Schnittstelle errichten kann. Über diese Schnittstelle empfange ich dann auch digital. Oder anderes Beispiel: Ich kaufe mir ein neues Handy, habe aber keine Ahnung von Googles Android oder Apples Itunes. Darum lasse mir bei der Einrichtung und Installation der Apps helfen.

So in etwa kann man sich den Sinn einer Einweihung vorstellen. Wenn ich meine eigene energetische Laufbahn so betrachte denke ich oft an die erste Begegnung mit Energien – also mit Reiki – zurück. Meine eigen Reiki Einweihung in den 1. Reiki Grad war ein großartiges spirituelles Erlebnis für mich, auf das ich keines Falls verzichtet haben möchte.

Reiki Einweihung was passiert da?
Auf einem Seminar zum 1. Reiki Grad erhält man, verteilt über zwei Tage, vier Einweihungen. I.d.R. wird die Reiki Einweihung in einem anderen Raum gegeben als im Seminarraum. Dieser Einweihungsraum wird ein wenig abgedunkelt, mit Kerzen beleuchtet, es läuft eine leise Musik im Hintergrund. Es herrscht im Ganzen eine meditative Stimmung. So eine Einweihung erfolgt einzeln, Schüler für Schüler, nacheinander. Damit ist sichergestellt, dass wirklich jeder sein eigenes Erlebnis haben wird.

In der Mitte des Raumes steht ein einzelner Stuhl, auf dem der Reiki Schüler Platz nimmt. Er schließt die Augen und hält die Hände, Handflächen zusammen gelegt, auf Brusthöhe. Diese Handhaltung nennt sich Gassho-Haltung. Sie ist eine Meditationstechnik aus dem Zen und schließt den inneren Energiekreislauf des Menschen. Nun beginnt der Reiki Lehrer den Schüler achtsam und nacheinander am Kopf, dem Nacken, Stirn, Händen und Füßen zu berühren und lässt dabei die Einweihungsenergien in das körperliche und energetische System einfließen. Der ganze Vorgang dauert- je nach Kraft und Praxis des Lehrers- so ungefähr 5 bis 8 Minuten.

Intern können beim Reiki Schüler verschiedene Empfindungen gebündelt oder einzeln, auch abwechselnd auftreten. Starke Wärme, ein Strömen, Bilder, Farben, Gefühle, Visionen, aber auch kälte werden wahrgenommen. Oft sind die Farbwahrnehmungen sehr intensiv. Die Emotionen können stark empfunden werden und tief berühren.
Manch einer fühlt sich dabei wie weg getreten, entrückt. Zum Abschluss dieser Einstimmung, welche ja eigentlich eine Reinigung der Energiekanäle ist, ertönt ein Gong. Die kleine Zeremonie ist fertig. Jetzt fließen die Energien im Körper der Schülers wieder rein und klar. Oft bekommt man danach einen viel besseren Zugang zu sich selber, seinen Körper und seinen Gefühlen. So einfach ist die Reiki Einweihung .So einfach geht Reiki!